Karpaltunnelsyndrom Wien - Ursachen, Symptome und Behandlung
Expertise von Dr. Markus Paulhart
Stellen Sie sich vor, Sie wachen mitten in der Nacht auf, weil Ihre Hand kribbelt oder sich taub anfühlt. Vielleicht spüren Sie auch Schmerzen, die bis in den Arm ausstrahlen. Solche Beschwerden könnten auf ein Karpaltunnelsyndrom hinweisen – eine weit verbreitete Erkrankung, die vor allem Menschen betrifft, die viel mit den Händen arbeiten. Doch was genau steckt hinter dieser Einengung des Nervus medianus, und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
HARD FACTS
Gesellschaftsfähigkeit
Sofort
Schmerzen
Nach der Operation kann ein leichter Wundschmerz auftreten, welcher mit Schmerzmedikamenten gut behandelbar ist.
Arbeitsfähigkeit
Üblicherweise sind Sie nach ca. 2 Wochen wieder arbeitsfähig (leichte körperliche Aktivität). Stärkere Anstrengungen sollten 4 Wochen vermieden werden.
Operationsdauer
Ca. 15 Minuten
Sport
Sportliche Aktivitäten beziehungsweise anstrengende körperliche Aktivitäten sollten für 2-3 Wochen gemieden werden.
Unannehmlichkeiten
Postoperativ sollte die betroffene Hand geschont und auf Herzniveau gelagert werden um Schwellung und damit verbundene Schmerzen zu reduzieren. Nach der Operation sind regelmäßige Wundkontrollen und Verbandswechsel notwendig. Eine Entfernung des Nahtmaterials ist ca. 10-12 Tage postoperativ möglich. Narbenpflege mit rückfettenden Salben und Narbenmassagen verbessern das Ergebnis. Narben sollten ca. 1 Jahr vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden, um Pigmentierungsveränderungen vorzubeugen.
Was ist ein Karpaltunnelsyndrom?
Das Karpaltunnelsyndrom entsteht durch eine Einengung des Karpaltunnels – einer knöchernen Struktur im Bereich der Handwurzel, die von den Handwurzelknochen und dem Retinaculum flexorum begrenzt wird. In diesem Tunnel verlaufen die Beugesehnen der Finger sowie der Medianusnerv (auch als Mittelnerv bekannt), der für die Sensibilität der Hand und die Steuerung bestimmter Fingerbewegungen verantwortlich ist.
Kommt es zu einer Druckerhöhung in diesem Bereich, wird der Nerv gereizt oder eingeklemmt, was zu verschiedenen Beschwerden wie Taubheitsgefühl, Schmerzen und Kribbeln in Daumen, Zeige- und Mittelfinger führen kann. Besonders Frauen sind häufiger von dieser Erkrankung betroffen als Männer.

Ursachen für das Karpaltunnelsyndrom
Die Ursachen für das Karpaltunnelsyndrom sind vielfältig. Häufige Faktoren sind:
- Wiederholte Belastung durch bestimmte Tätigkeiten (z. B. Arbeiten am Computer, handwerkliche Berufe, Musizieren)
- Entzündungen oder Schwellungen des umliegenden Gewebes
- Hormonelle Veränderungen (z. B. Schwangerschaft oder Wechseljahre)
- Verletzungen im Bereich der Handwurzelknochen
- Chronische Erkrankungen wie Rheuma oder Diabetes
In vielen Fällen entwickelt sich das Karpaltunnelsyndrom schleichend. Anfangs treten die Beschwerden nur gelegentlich auf, insbesondere nachts oder nach längeren Tätigkeiten mit gebeugtem Handgelenk.
Symptome des Karpaltunnelsyndroms
Typische Anzeichen für das Karpaltunnelsyndrom sind:
- Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Daumen, Zeige-, Mittel- und Ringfingers
- Schmerzen im Handgelenk, die bis in den Unterarm ausstrahlen können
- Schwäche beim Greifen oder Halten von Gegenständen
- Einschlafen der Hand, besonders nachts
- In fortgeschrittenen Fällen Muskelschwund im Bereich des Daumens
Diese Symptome können anfangs nur leicht sein, sich jedoch im Laufe der Zeit verschlimmern. Eine frühzeitige Behandlung ist daher wichtig, um Folgeschäden zu vermeiden.
Diagnostik
Um ein Karpaltunnelsyndrom zu diagnostizieren, werden verschiedene Untersuchungsmethoden eingesetzt:
- Anamnese und körperliche Untersuchung: Es wird geprüft, ob typische Beschwerden vorliegen, und führt spezifische Tests durch.
- Nervenleitgeschwindigkeitstest: Hier wird gemessen, wie gut der Nervus medianus elektrische Signale weiterleitet. Eine verzögerte Reizweiterleitung kann ein Hinweis auf das Karpaltunnelsyndrom sein.
- Ultraschalluntersuchung: Diese kann eine Verdickung des Nervs oder Veränderungen im umliegenden Gewebe zeigen. Sie ist eine schmerzfreie und schnelle Methode, um den Zustand des Nervus medianus zu überprüfen.
- Röntgenuntersuchung: Ein Röntgen der Hand ist gelegentlich zum Ausschluss von knöchernen Einengungen notwendig.
- Magnetresonanztomographie (MRT): Wird selten eingesetzt, kann aber bei unklarer Diagnose hilfreich sein, um strukturelle Veränderungen oder andere mögliche Ursachen der Beschwerden auszuschließen.
Behandlungsarten – Therapie und Operation
Konservative Behandlung
Im Anfangsstadium können folgende Maßnahmen helfen:
- Handgelenksschienen: Stabilisieren das Handgelenk und verhindern übermäßige Beugung.
- Physiotherapie und Übungen: Spezielle Übungen zur Stärkung der Muskulatur und Dehnung der Sehnen.
- Schmerzmittel: Zur kurzfristigen Linderung von Beschwerden.
- Kortison-Injektionen: Können Entzündungen reduzieren und die Beschwerden vorübergehend lindern.
Operative Behandlung
Falls konservative Therapien nicht ausreichen, ist eine Operation notwendig. Dabei wird das Retinaculum flexorum durchtrennt, um den Nervus medianus zu entlasten. Die OP kann offen oder minimalinvasiv durchgeführt werden. Üblicherweise wird die Operation in Lokalanästhesie durchgeführt. Nach der Operation sind eine Schonzeit und gezielte Übungen zur Genesung notwendig.

Übungen zur Linderung
Regelmäßige Übungen können helfen, Beschwerden zu reduzieren und die Beweglichkeit der Hand zu erhalten:

Dehnung des Handgelenks
Strecken Sie den betroffenen Arm nach vorne und ziehen Sie die Finger der Hand vorsichtig mit der anderen Hand nach hinten. Halten Sie die Position für etwa 10 Sekunden und wiederholen Sie die Übung mehrmals täglich.

Mobilisation der Nerven
Strecken Sie den Arm nach außen, während Sie die Handfläche nach oben drehen. Bewegen Sie dann das Handgelenk vorsichtig nach unten, sodass eine Dehnung entlang des Nervus medianus entsteht. Diese Übung kann helfen, Spannungen zu reduzieren.

Kräftigung der Finger
Verwenden Sie einen Softball oder einen Gummiring, um die Handmuskulatur zu stärken. Drücken Sie den Ball oder Ring einige Sekunden lang zusammen und lassen Sie dann langsam los.

Handrotationen
Kreisen Sie das Handgelenk in beide Richtungen, um die Flexibilität zu verbessern und Versteifungen zu vermeiden.

Dehnung des Handgelenks
Strecken Sie den betroffenen Arm nach vorne und ziehen Sie die Finger der Hand vorsichtig mit der anderen Hand nach hinten. Halten Sie die Position für etwa 10 Sekunden und wiederholen Sie die Übung mehrmals täglich.

Mobilisation der Nerven
Strecken Sie den Arm nach außen, während Sie die Handfläche nach oben drehen. Bewegen Sie dann das Handgelenk vorsichtig nach unten, sodass eine Dehnung entlang des Nervus medianus entsteht. Diese Übung kann helfen, Spannungen zu reduzieren.

Kräftigung der Finger
Verwenden Sie einen Softball oder einen Gummiring, um die Handmuskulatur zu stärken. Drücken Sie den Ball oder Ring einige Sekunden lang zusammen und lassen Sie dann langsam los.

Handrotationen
Kreisen Sie das Handgelenk in beide Richtungen, um die Flexibilität zu verbessern und Versteifungen zu vermeiden.
Dr. Markus Paulhart – Ihr Experte für das Karpaltunnelsyndrom in Wien
Dr. Paulhart zeichnet sich durch seine umfassende Expertise im Bereich der Hand- und Nervenchirurgie aus. Neben seiner Facharztausbildung für Plastische und Ästhetische Chirurgie absolvierte er in Deutschland eine dreijährige Spezialisierung (in Deutschland Zusatzbezeichnung) für Handchirurgie. Mit langjähriger Erfahrung und einem breiten Angebot an modernen Behandlungsverfahren, einschließlich der Behandlung des Karpaltunnelsyndroms, ist er Ihr kompetenter Ansprechpartner. Sein Ziel ist es, Ihre Lebensqualität durch präzise und individuelle Therapien zu verbessern, sodass Sie sich wieder rundum wohlfühlen und die Bewegungsfreiheit Ihrer Hände zurückgewinnen.
Vereinbaren Sie noch heute einen Beratungstermin und lassen Sie sich von Dr. Markus Paulhart persönlich zu Ihren Behandlungsmöglichkeiten beraten – für mehr Komfort, Lebensqualität und ein aktives Leben!

FAQ
Häufig gestellte Fragen zum Thema Karpaltunnelsyndrom
Was ist ein Karpaltunnelsyndrom?
Das Karpaltunnelsyndrom entsteht durch die Einengung des Karpaltunnels, wodurch der Medianusnerv (auch Mittelnerv genannt) gereizt oder eingeklemmt wird. Dies führt zu Symptomen wie Taubheitsgefühl, Schmerzen und Kribbeln in den Fingern, insbesondere in Daumen, Zeige- und Mittelfinger.
Welche Ursachen führen zu einem Karpaltunnelsyndrom?
Häufige Ursachen sind wiederholte Belastungen, Entzündungen oder Schwellungen im Handgelenk, hormonelle Veränderungen (z. B. Schwangerschaft oder Wechseljahre), Verletzungen der Handwurzelknochen oder chronische Erkrankungen wie Rheuma oder Diabetes.
Welche Symptome deuten auf ein Karpaltunnelsyndrom hin?
Zu den typischen Symptomen gehören Kribbeln, Taubheitsgefühl und Schmerzen in den Fingern, insbesondere nachts. In fortgeschrittenen Fällen kann es zu Muskelschwund im Bereich des Daumens kommen.
Wie wird das Karpaltunnelsyndrom diagnostiziert?
Die Diagnose erfolgt durch eine Anamnese, körperliche Untersuchung, Nervenleitgeschwindigkeitstests, Ultraschalluntersuchungen und in seltenen Fällen durch eine Magnetresonanztomographie.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für das Karpaltunnelsyndrom?
Zu den konservativen Behandlungen gehören Handgelenksschienen, Physiotherapie, Schmerzmittel und Kortison-Injektionen. Wenn diese nicht ausreichen, kann eine Operation notwendig sein, bei der das Retinaculum flexorum durchtrennt wird, um den Medianusnerv zu entlasten.
Welche Übungen können helfen, die Beschwerden zu lindern?
Übungen wie Dehnungen des Handgelenks, Kräftigung der Finger, Massagen und Mobilisation des Nervus medianus können helfen, die Beschwerden zu reduzieren und die Beweglichkeit der Hand zu erhalten.
Wie lange dauert es, bis man sich nach einer Operation vom Karpaltunnelsyndrom erholt?
Nach der Operation ist eine Schonzeit notwendig, gefolgt von gezielten Übungen zur Genesung. Der genaue Zeitraum hängt vom individuellen Heilungsprozess ab, in der Regel kann jedoch nach einigen Wochen eine deutliche Verbesserung festgestellt werden.